Wenn Andere dir das perfekte Leben vorleben

Ab einem gewissen Alter ändert man sich meist nicht selbst, sondern das Umfeld um einen herum verändert sich, sodass man sich automatisch davon beeinflussen lässt. Dann kann es passieren, dass man die eigenen Werte im Leben nicht direkt in Frage stellt aber ihnen eine andere Bedeutung zumisst. Dieser Einschnitt passiert meist Ende der 20er oder Anfang der 30er, wo viele langjährige Freunde einen anderen Weg einschlagen, den man in der aktuellen Lebenslage nicht direkt gehen kann oder möchte. So kann man mit seiner aktuellen Lebenssituation zufrieden sein, fängt aber trotzdem an, sich von den Lebensumständen im eigenen Freundeskreis beeinflussen zu lassen.

Die Diskrepanz ergibt sich dadurch, dass man sich für die eigenen Freunde freut, wenn diese sich weiterentwickeln (heiraten, Kinder kriegen, Eigentum kaufen), einem aber dadurch mehr als deutlich veranschaulicht wird, was man selbst nicht hat.

Man muss dazu sagen, dass man nur das sieht, was man sehen soll, im Freundeskreis blickt man deutlich mehr hinter die Fassade als auf den sozialen Medien, aber so oder so wird einem das „picture perfect“ vorgelebt.

Ich finde es schwer, sich in der eigenen Situation nicht davon beeinflussen zu lassen oder aber damit zu vergleichen. Des Öfteren kommen die Selbstzweifel hoch und man fragt sich, wozu mach ich das alles, wenn ich mein Glück mit keinem teilen kann?

Diese Gedanken zu verwerfen, bzw. sich einzugestehen das man sich selbst genug ist und eine gesunde Portion Selbstliebe aufzubauen, ist in der heutigen Zeit, wo alles von Schnelllebigkeit oder dem kompletten Idealbild geprägt ist, schwierig.

Auch musste ich lernen, dass man auch nach der x-ten Erfahrung, die ein Fehlgriff war, nicht den Mut verlieren darf und sein Glück nicht von einem Partner abhängig machen sollte. Letzen Endes ist es doch so, erst wenn einem die schweren Zeiten aufgezeigt werden, sei es ein schwerer Krankheitsfall im engen Umfeld oder ein Todesfall, merkt man, wie gut es einem eigentlich geht und das man sich über Dinge den Kopf zerbricht, die eigentlich nicht die Relevanz verdienen, die man ihnen schenkt.

Heutzutageist es wichtig, zu wissen wo man selbst steht, einen grundsätzlichen Plan zu schmieden, wo die Reise hingehen könnte, aber auch offen gegenüber Veränderungen zu sein und auf Plan B oder C zurückzugreifen, falls die Idealvorstellung nicht in Kraft tritt. Vor allem darf man nicht alles möglich zerdenken. Man sollte die eigenen Fehlschläge als Erfahrung ansehen, da diese meist die eigene Persönlichkeit formen und einem zu dem Menschen machen, der man ist.

 

Perfekter Stimmungssong: Beth – Dont you worry child (Charming Horses Remix)

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