Traveldiary – Roadtrip Italien

Nach längerer Zeit folgt hier mal wieder ein Traveldiary. Ich hatte zu Beginn des Jahres einen Italien Roadtrip geplant und bereits die Route durchgeplant & Hotels gebucht, bis Corona kam. Im Laufe der Zeit wurde alles storniert bzw. Gutscheine der Hotels ausgestellt, da aber klar war, dass der fix geplante Urlaub auch zu dem eingereichten Zeitpunkt genommen werden muss, war es eine Glückssache, das Anfang Juni die Grenzen zu Italien wieder geöffnet wurden. Ich habe schon länger abgewogen, ob ich diese Reise nun machen soll oder nicht. Da aber fast alle Hotels wieder geöffnet hatten und natürlich auch entsprechend der Situation angepasst waren, sodass sogar teilweise ein kontaktloses Check-in möglich war, waren die Bedenken schnell gelegt. Durch den Roadtrip ist man mit dem Auto auch sehr flexibel und kann entsprechend schnell handeln bzw. wäre auch relativ fix wieder in Deutschland gewesen.

Die Route startete in Forte dei Marmi Dies war ein guter Ausgangspunkt, da man je nachdem aus welcher Ecke Deutschlands man anreist, schon eine gute Strecke zurückgelegt hat, aber dann schon in Italien an Meer ist & von hieraus gut weiter durchs Land reisen kann. Wir hatten gute 1,5 Tage vor Ort, da wir aber bereits um 9:30 Uhr morgens ankamen hatten wir fast volle zwei Tage. Forte dei Marmi ist ein sehr schicker Ort mit Flaniermeile, durchweg hochpreisigen Geschäften, vielen Strandbuden- und Restaurants direkt am Meer. Spielt das Wetter jedoch nicht mit, kann man hier nicht soviel machen. Daher haben wir am ersten Tag das bewölkte Wetter genutzt und sind nach Cinque Terre sowie nach Portofino gefahren.

Cinque Terre

Cinque Terre sind insgesamt fünf Gemeinden an der italienischen Rivera. Alle sind durch eine Zugverbindung miteinander verbunden. Nur zwei davon können mit dem Auto angefahren werden. Wir haben uns Riomaggiore angeschaut, ein kleiner Ort mit vielen bunten Häuser und einer Steilküste. Natürlich waren auch hier die Folgen von Corona zu spüren. Fast alle Bars/Restaurants waren geschlossen (man muss dazu sagen, dass wir mittags vor Ort waren), es waren jedoch auch kaum Touristen vor Ort. Normal sind diese Orte mehr als überlaufen.

Portofino

Portofino ist vor allem bekannt durch verschiedene Filme, in denen dieser Ort als Kulisse diente. Er kommt ziemlich am Ende eines Abschnittes der italienischen Rivera. Der Ort ist klein und schnuckelig und hat mich sehr an die Amalfi Küste erinnert. Hervorzuhaben ist hier vor allem, dass es sehr schwierig ist dort zu parken und die Parktickets sehr teuer sind. Trotz alledem hat der Ort wahnsinnig viel Charme und Flair sodass wir am liebsten einen ganzen Tag hier verbracht hätten.

Rom

Nach unserem zweitägigen Aufenthalt ging es weiter nach Rom. Dort konnten wir bei traumhaftem Wetter die Stadt relativ leer entdecken und die Eindrücke auf uns wirken lassen. Für einen Städtetrip ist es natürlich klasse, wenn man sich nicht durch die Stadt schieben muss. Jedoch hat man deutlich gemerkt, wie sehr die Stadt unter Corona leidet. Es war wirklich brutal zu sehen wie viele Restaurants leer standen, weil sie hier normal sehr viele Touristen bewirten.

Apulien

Im Anschluss an Rom ging es weiter in den Süden, Richtung Bari, in die Apulien Region.  Unsere Unterkunft war in Fasano, in einem netten Boutique Hotel, irgendwo im Nirgendwo.  Das Hotel lud dazu ein, hier auch den ganzen Tag zu verbringen. Abends haben wir dann Ausflüge in die näheren Städte unternommen, unter anderem auch nach Bari.  Die Region tut sich vor allem durch felsige Steilküsten und weißer Häuserfassaden hervor.

Fasano

Toskana

Der letzte Stopp ging wieder ein ganzes Stück hoch in den Norden, an die Toskana. Unser Hotel befand sich in der Chianti Region. Der Ort ist bekannt für seine Weingüter und auch sehr zentral gelegen, jedoch auch dementsprechend nicht ganz preiswert. Auch hier haben wir davon profitiert, dass wir die Unterkunft fast komplett für uns allein hatten. Um ein bisschen mehr von der Region zu sehen sind wir abends in die näheren Orte nach Florenz oder Siena gefahren, um die Städte zu sehen und auch die Region drumherum auf sich wirken zu lassen.

Florenz & Umgebung

Gardasee

Auf den Weg zurück nach Deutschland haben wir uns noch den Ort Garda, am Gardasee angeschaut. Wäre noch etwas mehr Zeit gewesen hätte sich hier sicherlich eine Übernachtung gelohnt um nicht an einem Stück zurück nach Deutschland zu fahren.

Insgesamt kann man festhalten, dass wir uns in jeder Region Italiens sehr sicher und wohl gefühlt haben. Die Italiener haben sich gegenüber den Touristen an die Corona Regeln gehalten und man hatte auch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Hygiene Vorschriften nicht eingehalten wurden. Es hat teilweise sehr weh getan zu sehen, wie sehr das Land unter dem nicht vorhandenen Touristen leidet. Man muss dazu sagen, dass wir die Reise Mitte Juni gemacht haben, also direkt nach der Grenzöffnung, da die Reise von langer Hand geplant war & wir durch die Anreise mit Auto jederzeit flexibel waren, wieder zurück nach Deutschland fahren zu können. Ich persönlich kann einen Urlaub nach Italien, auch in der jetzigen Zeit, empfehlen. Man muss aber für sich selber den Rahmen feststecken, inwieweit man flexibel bleibt, zum Beispiel durch die Anreise mit dem Auto oder aber einen Selbstversorger Urlaub einzuplanen, um möglichst wenig Kontakt mit anderen Menschen zu haben.

1 Kommentar zu „Traveldiary – Roadtrip Italien

  1. Wow, klingt toll! Danke für die wunderschönen Eindrücke!
    Ich möchte unbedingt auch mal nach Italien reisen!
    Liebe Grüße,
    Katharina

    Gefällt 1 Person

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